Apple entschuldigt sich für gedrosselte Akkus

Apple hat die Akkus von älteren iPhone-Geräten gedrosselt. Das Unternehmen bietet jetzt neue Akkus zu einem Drittel des Preises an und entschuldigt sich für den Fauxpas.

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Nachdem rausgekommen war, dass Apple die Geschwindigkeit von älteren iPhone-Modellen gedrosselt hat, droht dem Technologieriesen großer Ärger. Dessen ist sich Apple bewusst und versucht den Schaden begrenzt zu halten. „Wir wissen, dass manche von euch das Gefühl haben, Apple hätte sie im Stich gelassen,“ heißt es in einer Mitteilung des Konzerns auf der englischsprachigen Website. „Dafür entschuldigen wir uns.“

Jetzt bietet Apple in den USA einen nötigen Batteriewechsel an –  außerhalb der Garantiezeit und unter dem normalen Preis. Beim iPhone 6 und späteren Modellen bis Ende kommenden Jahres soll dies 29 statt 29 US-Dollar kosten. Was der Akkuwechsel in Europa kosten soll, ließ das Unternehmen zunächst offen.

Apple möchte zudem weitere Maßnahmen einführen. So soll es Anfang kommenden Jahres ein Update des Betriebssystems geben. Dadurch sollen die iPhone-Besitzer „für sich selbst sehen können, ob der Zustand die Leistung beeinträchtigt“, hieß es in der Erklärung von Apple.

Erste Klagen gegen Apple eingereicht

Verschiedenen Berichten zufolge sollen erste Klagen gegen Apple eingereicht worden sein. In einer Klage werde vom Mega-Konzern Schadensersatz in Höhe von 999.999.999.000 Dollar verlangt, heißt es. Noch ist nicht klar, ob Apple in dem Verfahren über eine Schuld zugesprochen wird. Dass ein Gericht aber im Falle der Schuld von Apple dieser hohen Schadensersatzsumme zustimmt, ist aber unwahrscheinlich.

Ursache des Konflikts

Zudem Konflikt war es gekommen, nachdem Messwerte gezeigt hatte, dass bei iPhone-Geräten mit alter Batterie die Spitzenleistung des Prozessors gedrosselt war.  Bei einem Batteriewechsel hingegen kehrte die Spitzenleistung auf normales Niveau zurück. Die Maßnahme soll im Februar mit einem Software-Update für die iPhone-Modelle 6, 6s und SE eingeführt worden sein und im Herbst auch für das iPhone 7.

Als Grund verwies das Unternehmen auf Maßnahmen zur Regelung des Spitzen-Stromverbrauchs bei abgenutzten Batterien. Apple teilte mit, die Spitzen-Strombelastung werde bei Bedarf lediglich „geglättet“ um eine unerwartete Anschaltung zu verhindern, wenn die Batterien nicht die geforderte Strommenge abgeben könnten. Nur bei Kälte, niedriger Batterieladung und abgenutzten Batterien greife die Funktion.

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