Internet-Geschwindigkeit langsamer als versprochen

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Was die Internet-Nutzer bis jetzt heftig kritisierten ist jetzt durch eine Studie der Bundesnetzagentur keine subjektive Meinung mehr. Provider liefern die versprochene Geschwindigkeit nicht.

Provider halten ihr Versprechen nicht ein und liefern die vertraglich vereinbarte Internet-Geschwindigkeit nicht. Das geht aus einer Untersuchung der Bundesnetzagentur hervor. Das zweite Jahresbericht zur Breitbandmessung zeigt, dass die bisherigen Beschwerden der Nutzer völlig richtig sind.

Diese Beschwerden wurden bis jetzt von den Providern wie Telekom, 1&1 oder Vodafone ständig ignoriert. Doch die aktuellen Ergebnisse der Untersuchung mit mehr als 700.000 Messungen liefern jetzt wissenschaftliche Beweise für einen systematischen Bruch eines Versprechens.

Das Ergebnis zeigt, dass ungefähr drei von zehn Nutzern nicht einmal die Hälfte der versprochenen Datenübertragungsgeschwindigkeit bekommen können. Mindestens die Hälfte der zugesicherten Datenübertragungsrate erhalten 71,4 % der Nutzer. Nur 12,4 % der Nutzer verfügen über die maximal zugesicherte Leistung.

FAST 99 % DER MOBIL-SURFER SIND BETROFFEN

Beim Mobilfunk sieht die Lage viel schlimmer aus. Die Bundesnetzagentur stellte fest, dass bei 1,6 % der Messungen die zugesicherte Leistung vorhanden ist. Mindestens die Hälfte der zugesicherten Leistung erkannte die Institution bei 18,6 % der ganzen Messungen.

Die Provider wie Telekom, 1&1 oder Vodafone versprechen mit ihren Verträgen bis zu 16.000 Kbit/s, 50 oder 100 Mbit/s. Es kommt auch häufig vor, dass diese den bestehenden Kunden einen Vorschlag von 50 Mbit/s statt dem bisherigen 16.000 Kbit/s machen und dadurch den Vetrag velängern, den die Kunden normalerweise ohne diesen Vorschlag kündigen würden. Nach diesen Ergebnissen scheinen nun auch diese Geschwindigkeitserhöhungen umstritten zu sein.

PROVIDER WERDEN OFFENBAR AUCH DIE STUDIE IGNORIEREN

Kann diese aktuelle Studie etwas bewegen? Die Antwort ist Nein! Auch die letzte Studie im letzten Jahr konnte die Provider zum Einhalten ihrer Versprechungen nicht bewegen. Sie argumentieren bei Kündigungen mit dem Argument „bis zu“ und das Telekommunikationsgesetz ist nicht in der Lage, eine deutliche Nicht-Einhaltung der Versprechungen zu vermeiden.

Die Untersuchungen zwischen dem 1. Oktober 2016 und dem 30. September 2017 zeigen, dass Unitymedia ehrlicher als alle anderen Provider ist. Aber nur 37,1 % der Kunden dieses Providers können von der Einhaltung des Versprechens profitieren. Während Deutsche Telekom nur 3,2 % der Kunden die versprochene Geschwindigkeit zur Verfügung stellen kann, hält der Anbieter ACO bei keinem einzigen Kunden das Versprechen ein.

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