Sprachassistenten: Gefangen zwischen Neugier und Angst!

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Mehr als die Hälfte der Deutschen haben Siri und Co bereits genutzt und weitere 19 Prozent kann sich die Nutzung vorstellen. Die Angst vor dem Datenmissbrauch ist aber größer. 

Digitale Sprachassistenten sind für viele Menschen ein unverzichtbarer Teil des Lebens. Das zeigt eine Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft. Nach dieser Studie sagt 56 Prozent der deutschen Bevölkerung, diese Apps bereits schon einmal genutzt zu haben.

Das ist mehr als die Hälfte und die Statistiken zeigen, dass das Interesse künftig größer sein wird. Fast 20 Prozent der Bevölkerung kann sich eine Nutzung dieser Sprachassistenten vorstellen. Das bedeutet einen immer stärker werdenden Konkurrenzkampf zwischen Siri, Alexa, Google Assistant und ähnlichen Sprachassistenten.

Wie die Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft ergibt, steht Google Assistant mit 29 Prozent an der ersten Stelle unter den häufig genannten Sprachassistenten. Ihm folgen mit 22 Prozent Siri von Apple, 14 Prozent Cortana von Windows und 12 Prozent Alexa von Amazon.

Die Angst vor dem Datenmissbrauch ist alarmierend

Neben dem steigenden Interesse an Sprachassistenten macht sich aber auch die steigende Angst vor diesen digitalen Helfern bemerkbar. Jeder Dritte hat die Befürchtung, dass die Sprachassistenten auch dem Datenmissbrauch und der Überwachung dienen könnten. Achim Himmelreich, der Vizepräsident des Bundesverbands Digitale Wirtschaft, findet dieses Ereignis als alarmierend und setzt sich für mehr Handlung und Aufklärung ein.

Persönliche Ratschläge bleiben oft aus

Dieser Aufruf geht vor allem an die Branche. Himmelreich sieht, dass die digitalen Helfer in nicht allzu ferner Zukunft ganz selbstverständlicher Teil unseres Alltags sein werden. Ein Test von Spiegel Online zeigt jedoch, dass die Sprachassistenten für die Nutzer mit persönlichen Fragen nicht gut vorbereitet sind.

Zum einen ist es gut, dass sie nicht beantworten können, wie man eine Bombe bauen oder eine Leiche verstecken kann. Die Nutzer betrachten sie aber als verbesserungsbedürftig, wenn ihnen persönliche Ratschläge ausbleiben. Spiegel Online testete, wie hilfreich die Sprachassistenten bei nicht alltägliche Anfragen sind.

Handelt es sich um Mobbing, so sind die Hälfte der Sprachassistenten bereit, auf die notwendigen Notrufnummer oder Telefonseelsorge zu verweisen. Sie sind aber gut vorbereitet, wenn es einem Nutzer schlecht geht. Die Sprachassistenten reagieren richtig und schlagen entweder die Krankenhäuser in der Nähe oder legen den Notruf oder die Telefonseelsorge nahe.

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