Verbraucherschützer fordern Ermittlungen gegen Youtube

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Youtube reagiert auf die heftige Kritik von Verbraucherschützern in den USA. Das Videoportal von Google soll bald auf menschliche statt maschinelle Lösungen setzen. Möglicher Missbrauch persönlicher Daten von Kindern soll dadurch vermieden werden.
US-Verbraucherschützer werfen Youtube vor, persönliche Daten von Kindern zu Werbezwecken gesammelt zu haben. 23 Verbraucherschutzorganisationen in den USA forderten deshalb mit einer Beschwerde an die Handelsbehörde FTC Ermittlungen gegen Google und sein Videoportal Youtube.
Verbraucherschützer verlangen für die Video-Plattform eine hohe Geldstrafe im zweistelligen Milliardenbereich. Für die Verbraucherschützer verstößt Youtube ein Gesetz, das die illegale Nutzung der persönlichen Daten von Kindern unter 13 Jahren verbietet.
Youtube weist zwar in seinen Geschäftsbedingungen darauf, dass die Nutzer mindestens 13 Jahre alt sein müssen. Tatsache ist aber, dass Millionen von Kindern unter 13 Jahren trotz der Altersbeschränkung diese Video-Plattform nutzen und somit den Weg zum Missbrauch ihrer persönlichen Daten wie die Telefonnummer, Standort, Surfgewohnheiten oder Daten zu ihren Geräten öffnen.
GEWINN DURCH PERSÖNLICHE DATEN VON 25 MILLIONEN KINDERN

youtube kids
So konnte Google bis jetzt allein in den USA von den persönlichen Daten von 25 Millionen Kindern zu Werbezwecken profitieren. Sicherheitsexperten stehen deshalb für das Verschwinden der Kinderkanäle von der Hauptseite. Stattdessen stehen sie dafür, dass diese Kanäle zur App Youtube Kids umziehen.
Aber auch Youtube Kids, das seit drei Jahren zur Verfügung steht, zeigt Lücken. Youtube Kids hat die Aufgabe, Kinder durch strenge Richtlinien vor sensiben Inhalten zu schützen. Verbraucherschützer stellten in letzten Zeiten auch hier Inhalte fest, die für Kinder nicht geeignet sind.
Das Videoportal hat vor, diese und ähnliche Schwächen auch durch menschlichen Lösungen zu überwinden. Die App sollen künftig auch Kuratoren begleiten. Youtube-Kuratoren werden Videos und Kanäle manuell auswählen und freischalten. Die Eltern können dann eine der beiden Versionen aussuchen.
Das Videoportal soll auch an neuen Filtern arbeiten, die in den kommenden Wochen zur Verfügung gestellt werden können. Der Mutterkonzern will von den Beschwerden und den neuen Plänen nichts gewusst haben und begnügt sich mit der Aussage, dass der Schutz der Kinder und Familien eine Priorität sei.

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