Vorsicht vor Apps, die den Bildschirm heimlich abfilmen

0
42

Sicherheitsforscher in den USA haben kürzlich herausgefunden, dass einige Apps den Bildschirm der Nutzer heimlich an Fremde schicken. Bei manchen Apps besteht die Gefahr, dass die ganz persönlichen Daten der Nutzer abgefilmt werden. Google prüft den Vorgang.
Sicherheitsforscher haben Android-Apps entdeckt, die bei Benutzung den Bildschirm heimlich abfilmen und die Aufnahme an Entwickler schicken. Das Ziel der Forscher der Universität Northeastern in Boston war es eigentlich, solche Apps herauszufinden, die unerwünschte Audio-Mitschnitte heimlich an Fremde schicken. Lauschende Apps gab es keine, aber einige Apps zeichneten den Bildschirm im Hintergrund auf.
Zwei dieser Apps gehören dem Tourismus-Veranstalter „SAHIC“. Machen die Nutzer während des Betriebs Screenshots, werden diese zwei Konferenz-Apps über die App „TestFairy“ verschickt.
Eine andere App, die die Bildschirminhalte mit sehr persönlichen Daten heimlich kopiert und weitergibt, stammt von einem Lieferdienst. Die sogenannte „GoPuff“ verfügt über eine Analyse-Software, die die Bildschirminhalte mit persönlichen Daten wie Passwörter, Log-ins, Kreditkarteninformationen oder die Postleitzahl der Nutzer an den Server des Lieferdienstes schickt.
KEINE BÖSARTIGE ABSICHT SONDERN UNGENAUE ARBEIT DER APP-ENTWICKLER

persönliche daten
Laut den Forschern steckt dahinter keine bösartige Absicht. Es handelt sich vielmehr um eine nicht sorgfältige Arbeit der App-Entwickler. Entweder müssen sie die Nutzer auf dieses wichtige Detail gar nicht hinweisen, oder sie tun es nicht, obwohl sie damit verpflichtet sind. Bei der Analyse-Sofware von GoPuff ist dies der Fall und man weiß auch nicht, wie viele Nutzer diese App überhaupt benutzen.
App-Entwickler müssen gemäß den Richtlinien des Google Play Stores die Nutzer darüber informieren, wie Aufzeichnung ihrer Daten erfolgt. Durch die Untersuchung der Forscher wird Google diese Apps überprüfen.
Forscher hatten im vergangenen Jahr mehr als 17.000 sehr beliebte Apps getestet. Bei den 8.000 Apps handelte es sich um Software, die die Nutzerdaten an Facebook übertragen. Der Rest bestand aus Apps, die die Erlaubnis wollten, die Kamera und das Mikrofon des Smartphones zu nutzen.

Hinterlasse eine Antwort

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.